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10000 SPEECHES
Eine Recherche über das weibliche Sprechen
und die Rede als Kunstform.

 

1. WAS

Ausgehend von der enormen Kraft, die meine Rede ‚Frauen über 50‘ in dem Stück NUDE entwickelt hat, werde  ich  Formen explizit weiblichen Sprechens untersuchen und diese mit der Rede als Kunstform in eine performative Praxis übersetzen.

Es gab in einer meiner Aufführungen von NUDE einen Moment, in dem das Publikum mir in meiner Rede spontan im Chor geantwortet hat. So etwas habe ich bisher in keiner Aufführung oder Performance oder auch anderen Situation je erlebt.
In diesem Moment ist ein Funken übergesprungen von der Bühne – von der aus gesprochen wurde zu den Zuschauern, die als gesamte Gruppe so verbunden waren, dass sie bereit waren mit der Sprecherin  zusammen eine Revolution anzuzetteln.

Was braucht es, um in Menschen so ein Gefühl von Gemeinschaft und Handlungsfähigkeit auszulösen? Wie entstehen Gefühle in einer Gruppe? Wie kann eine Rede Energien bündeln, sodass die Hörenden in Bewegung geraten?

Warum FEMALE?
Was fühlen Frauen im Moment angesichts des Weltgeschehens

Was kann und muss von Frauen jetzt gesagt werden ?
Was möchte durch uns sprechen ?


WARUM

Ich trete hier mit der Behauptung auf, dass weibliches Sprechen (und Denken) anders funktioniert, als das Männliche. Dass wir neue weibliche Reden brauchen und einen neuen Platz dafür. Diesen Platz möchte ich erkunden. Vorbereiten. Einnehmen.
Als Frau und Künstlerin. Als Tochter. Als Schwester. Als Mutter. Als Großmutter. Als Erde.

Als Kind. Als Affe. Als Blume. Wer und was möchte durch mich sprechen? Für wen kann ich sprechen? Welche Reden fehlen?
Ich möchte mich zur Verfügung stellen, denn ich gehe davon aus, dass es Reden gibt, die nicht hinlänglich bekannt sind, oder die aus verschiedensten Gründen nicht gehalten werden. Diese Recherche nimmt sich vor, diese. Formen von Reden aufzuspüren und in die Realität zu bringen.

Zugleich möchte ich die Form der Reden die ich kenne in Frage stellen. Ich möchte erweitern, erneuern, hinzufügen und weglassen. Ich möchte vom Sprechen zum Singen, zum Schreien. Zum Tanz. Ich möchte im Dialog und im Gespräch und im Monolog. Ich möchte testen gehen. Und ich möchte Feedback bekommen.
Ich möchte die Kunst der Rede erneuern.

 

Weibliche Reden gesucht !

Für das RechecheProjekt 10.000 SPEECHES sucht die Hamburg Regisseurin Katharina Oberlik
Frauen, Flinta, weibliche Wunderwesen, denen schon lange eine Rede auf den Lippen liegt, oder die Lust haben, sich mit den Reden, die in der Welt gerade fehlen künstlerisch und performativ auseinander zu setzen.
Welche Reden braucht die Welt, die nur aus weiblicher Perspektive gehalten werden können?
Für wen wollen wir sprechen?  Als wer sprechen wir? Und wo?
Wo sind die Reden, für die altgedienten Gebäude, die sang und klanglos verschwinden ?
Wo sind die Reden, für den Übergang in eine neue Altersstufe unserer Kinder?
An wen wollen wir uns richten ?

ODER – WÜNSCHT DU DIR ODER BRAUCHST DU EINE REDE FÜR EINEN BESTIMMTEN ANLASS UND WÜNSCHT DIR JEMANDEN, DIE KOMMT UND DIESE REDE FÜR DICH SCHREIBT UND HÄLT ?

Auch das ist möchte ich gerne tun!

Katharina Oberlik wird im Rahmen der altonale zwei Workshops mit dem Focus auf weibliche Reden anbieten und sucht weibliche Menschen, die Lust haben, solche Reden zu entwickeln und zu testen.

bitte meldet Euch unter: katharinaoberlik@gmx.de