Katharina Oberlik | FEMALE BUDDIES
Zeitgenössisches Theater & Performance
Katharina Oberlik
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FEMALE BUDDIES

#Take Aktion

Performing females//FEMALE BUDDIES

Ein Archiv undokumentierter Frauenleben in Körper und Raum 

Female Buddies inszeniert die undokumentierten Leben fiktiver Frauen in privaten Räumen in Form theatraler Kunst-Videos.
Im Focus der liegen Produktion, weibliche Solidarität und der Entwurf und die Veröffentlichung neuer theatraler und performativer Frauenbilder.

Wir  befassen uns mit dem Entwurf und der Darstellung weiblicher Charaktere und weiblicher Körper im privaten und im öffentlichen Raum. Dabei verstehen wir unsere Körper als lebendes Archiv gesammelter kollektiver und individueller Erfahrung, die wir als Material in die Produktion einbringen. 

Das videographische Archiv undokumentierter Frauenleben:
Wir produzieren Videos von Frauen im häuslichen Raum. Videos von Frauen, die vergessen wurden und Momente von denen niemand weiß. Wir zeigen weibliche Körper zwischen Fiktion, Kunst und Dokumentation, und öffnen damit den Raum für neue performative weibliche Narrative in Bild und Film

Wie gehen wir vor?

1.) Produktion: ISOLATION. (Solo)
Wir zeigen die einzelne Frau im privaten Raum.

Anhand von wöchentlichen Tasks entwirft jede der teilnehmenden Performerinnen mehrere weibliche Charaktäre oder Szenen in unterschiedlichen häuslichen Situationen. Diese häuslichen Soli sind die Einblicke in unser Archiv unzähliger Frauenleben. Sie werden in Video festgehalten und ohne Schnitte gefilmt. Die Frauen agieren auf der Bühne ihres privaten Seins vor der Kamera als selbs gewähltem Bezugspunkt, die ihren Handlungsraum als Bildausschnitt bestimmt. Der künstlerische Umgang mit diesem Setting ist Teil des Projekts. Durch die Gestaltung des Bildes wird die sich selbst inszenierende Performerin zum Subjekt ihres Entwurfs, anstatt zum Objekt eines Betrachters oder der Kamera. Wir sehen den Körper im Raum in einer Handlung deren Rhythmus und Setting durch die Performerin gewählt wurdd. (Nicht durch die Schnitte oder die Kamerabewegung). Uns interessiert der Akt der Inszenierung einer weiblichen Figur jenseits eines männlich-begehrenden oder kommerziellen Blickes und die unterschiedlichen künstlerischen Inszenierungsansätze der einzelnen Performerinnen.

In diesem Archiv sammeln und transformieren wir eine weite Bandbreite weiblicher Erfahrung und  künstlerischer Darstellung von häuslichem Sein. Dabei dienen uns die Biographien der Peformerinnen als Zugangspforten, in die fiktiven Settings. 

2.) Projektion: INSTALLATION
auf der altonale 2021
Eine Auswahl dieser Szenen ‚bisher undokumentierte Frauenleben’ werden wir im September 2021 auf der altonale als Videoinstallation im öffentlichen Raum proijezieren. . Auf die Wände unserer Häuser. Auf die Haut unserer Stadt.  Auf einer Ottneser Wohnhauswand werden diese Videos vier Abende lang sichtbar und für Passanten zu entdecken sein. Wir öffnen den inszenierten Privatraum weiblicher Präsenz in die Stadt.  Zum Teil begleitet von Sounds, Texten und Musik, die wir gemeinsam mit den Musikerinnen Lia Anahita/Hamburg und Dea Lunny/Indonesien, entwickeln.

4.) Intervention: PERFORMANCE (solo, duo und gruppe) Altonale und Kunsthaus Hamburg

Wir sind viele. Wir sind nicht mehr isoliert. Wir können wählen, wie viel Raum wir brauchen und wie viel Nähe uns geheuer ist. Wir können mit der Stadt in Beziehung gehen. Mit der Leuchtwand und der Plastikscheibe. Mit dem Kopfsteinpflaster. Der Erde unter’m Asphalt.

Wir planen eine Show, die das solo, das duo, das trio und die Gruppe zulässt, ohne sich zu fixieren. Wir studieren die Kunst der Improvisation mit unseren Charakteren, wie mit alten Bekannten, die wir zum ersten Mal wieder treffen.  Wir lassen uns ein auf das Unbekannte um uns neu zu inszenieren. Mit einer Performance im Kunsthaus hamburg und einer Intervention auf der altonale schließen wir unseren Prozess ab und kehren gemeinsam nach Hause zurück.

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